h1Was ist Polocrosse

Ganz kurze Antwort: Sechs Pferde, sechs Reiter, sechs Racquets und ein Ball...

Für alle die mehr wissen wollen:

Polocrosse stammt aus Australien und ist eine Kombination der beiden Sportarten Polo und Lacrosse. Kleiner geschichtlicher Überblick: Polo kommt aus dem antiken Persien um 600 vor Christi und Lacrosse von den Indianern an der Ostküste der USA, die mit Netzschlägern versuchten, einen Ball ins gegnerische Tor zu befördern. Der Name „La Crosse“ ist an das französische Wort für „Bischofsstab“ angelehnt, da die Schläger daran erinnern. Ende der 30er-Jahre entwickelten die Australier beide Sportarten zum Polocrosse als Teamsport zu Pferd weiter.

Dabei jagen jeweils sechs Reiter mit Netzschlägern einem Ball nach. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Tore zu erzielen. Der Ball – aus Gummi mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern und einem Gewicht von 150 Gramm – wird dabei (anders als beim Polo) nicht geschlagen, sondern im Netz des Schlägers aufgenommen und getragen oder einem Mitspieler zugeworfen. Dabei ist es erlaubt, dem Gegner den Ball aus dem Schläger zu schlagen oder ihn abzudrängen, um ihn am Torwurf zu hindern.

Heute wird Polocrosse international gespielt und setzt sich in immer mehr Ländern als Sportart durch, seit 2004 ist es in Deutschland vertreten.

h1Team

Ein Team (6 Personen) besteht aus zwei Sektionen, mit jeweils drei Personen. Eine Sektion besteht aus einem Angreifer (mit der Rückennummer 1), einem Mittelfeldspieler (2) und einem Verteidiger (3), die gleichzeitig auf dem Feld sind. Ein Spiel hat sechs sechsminütigen Spielabschnitte, wobei nach jedem dieser sogenannten „Chukkas“ die Sektionen des Teams ausgetauscht werden. Anders als beim Polo reitet jeder Spieler nur ein Pferd. Dieses braucht keine bestimmte Größe oder Rasse zu haben. Hengste und Pferde, die sich nicht kontrolliert reiten lassen oder aufgrund schlechter Angewohnheiten eine Gefahr für die Mitspieler darstellen, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

h1Spielablauf

Jeder Spielzug fängt im Mittelfeld mit der Aufstellung (line-up) am „T“ an, wobei sich eine Sektion neben die des gegnerischen Teams stellt. Die Nr. 1 steht vorne, dahinter die 2 und die 3. Auf den Befehl „rackets up“ (Schläger hoch) dürfen die Spieler ihre Schläger hoch über den Kopf nehmen. Der Schiedsrichter wirft dann den Ball über die Köpfe der Spieler ein. Die Spieler müssen nun versuchen, den Ball zu fangen oder vom Boden aufzuheben, um ihn zum gegnerischen Tor zu befördern. Über die Freiwurflinie darf der Ball nicht getragen werden: Er muss entweder über der Linie gebounced (aufgeprellt) und erneut gefangen, oder von einem Mitspieler zugespielt werden, um in den Torbereich zu gelangen.

Tore werfen darf dabei nur der Angreifer, der neben dem gegnerischen Verteidiger auch der einzige ist, der den Torbereich betreten darf. Die übrigen Mitspieler versuchen, ihm das Einreiten in den Torbereich zu ermöglichen, ohne dabei die Verteidigung des eigenen Tores zu vernachlässigen.

Schiedsrichter (Umpire): Beim Polocrosse gibt es zwei Schiedsrichter auf dem Feld (ebenfalls zu Pferd) und je einen Schiedsrichter hinter dem Tor, der genau schauen  muss, ob der Ball wirklich zwischen den zwei Torstäben war.

h1Spielfeld

Ein Polocrosse-Spielfeld ist 146,4 Meter lang und 55 Meter breit. Das Feld ist in drei Abschnitte unterteilt, das Mittelfeld (91,4 Meter lang) und die zwei Torbereiche (jeweils 27,5 Meter lang). Die Torpfosten sind 2,5 Meter voneinander entfernt. Vor dem Tor ist der Torraum – das sogenannte „D“ – in Form eines Halbkreises (Durchmesser zehn Meter) angeordnet. Um ein reguläres Tor erzielen zu können, muss sich der Spieler während des Torwurfs außerhalb des Halbkreises befinden.

Team - Polocrose SG Stelingen